Photovoltaik und Elektromobilität – eine Traumkombination

Unabhängigkeit war schon immer ein hohes Gut. Besitzer von PV-Anlagen haben in dieses hohe Gut investiert und sich vom Stromnetz weitestgehend unabhängig gemacht. Doch in den aktuellen Kriegszeiten ist diese Unabhängigkeit mehr als nur ein hohes Gut, sie ist auf einmal dringend notwendig.

Eine tolle Möglichkeit sich von Erdöl, Kohlestrom und Strom aus russischem Gas unabhängig zu machen, ist die Kombination aus einer Photovoltaikanlage und einem Elektroauto. Die PV-Anlage produziert tagsüber sauberen Ökostrom, der in das Elektroauto geladen wird. Auf diese Weise macht man sich nicht nur weitestgehend unabhängig, man schont auch die Umwelt und den eigenen Geldbeutel. Eine Beispielrechnung:

Die Gesamtkosten einer PV-Anlage ordentlicher Größe (10kWp) belaufen sich inklusive Montage auf 15.000 €. Eine solche Anlage produziert pro Jahr rund 10.000 kWh. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 km ergeben sich ca. 3.000 kWh Energiebedarf für das Elektroauto. Den Hausverbrauch schätzen wir auf ebenfalls 3.000 kWh. Bei einem Autarkiegrad von 70 % erreichen wir 1.800 kWh Netzbezug, die übrigen 4.200 kWh des Gesamtverbrauchs von 6.000 kWh sind reiner Sonnenstrom. Nun bleiben noch 4.000 kWh aus der Gesamtproduktion der Anlage übrig, die nicht verbraucht und ins Netz eingespeist werden. Stellt man die Kosten zusammen, ergeben sich ohne PV-Anlage Stromkosten von 6.000 kWh * 0,35ct / kWh = 2.100 €. Mit einer PV-Anlage bleiben als Ausgaben 1.800 kWh Netzbezug übrig statt den vorherigen 6.000 kWh. Hinzu kommt die Einspeisevergütung, die bei rund 10 ct / kWh liegt. Die Stromkosten pro Jahr reduzieren sich mit PV-Anlage auf 1.800 kWh (Netzbezug) * 0,35 ct / kWh – 4.000 kWh (Einspeisung) * 10 ct / kWh = 230 €.

In dieser Beispielrechnung würden pro Jahr 1.870 € Stromkosten eingespart werden, die 15.000 € teure PV-Anlage wäre nach acht Jahren abbezahlt. An dieser Stelle ein wichtiger Einwurf zum Thema Haltbarkeit: Bei PV-Modulen des deutschen Herstellers Aleo Solar besteht eine Produkt- und Leistungsgarantie über 25 Jahre.

Nun kann man diese Rechnung noch in einem anderen Szenario aufstellen. Man stelle sich vor, ein neuer Autokauf stünde an. Statt einem neuen Verbrenner entscheidet man sich für ein preislich ebenbürtiges Elektroauto und eine zusätzliche PV-Anlage. Die Spritkosten belaufen sich bei 15.000 km pro Jahr auf etwa 1.620 € (6l Verbrauch, 1,80 € Literpreis Benzin). Wir rechnen mit denselben Werten wie in dem vorangegangenen Beispiel. Vorherige Ausgaben waren die Benzinkosten und die Stromkosten für den Hausverbrauch (3.000 kWh), die Gesamtkosten belaufen sich auf 1.620 € + 3.000 kWh * 0,35 ct / kWh = 2.670 € pro Jahr. Mit Elektroauto und PV-Anlage verbleiben wie in dem obigen Beispiel lediglich die 230 € Gesamtkosten für Elektrofahrzeug und Hausverbrauch. In diesem Beispiel würden jährlich Kosten in Höhe von 2.440 € eingespart werden. Die PV-Anlage wäre nun bereits nach sechs Jahren abbezahlt.

Gerade im letzten Beispiel wird deutlich, dass bei einem Autokauf dringend die Möglichkeit eines E-Autos in Verbindung mit einer PV-Anlage in Betracht gezogen werden sollte. Schon nach wenigen Jahren haben sich die Investitionskosten amortisiert, die Lebensdauer der Anlage reicht weit über den Break-Even-Point hinaus. Dabei wird die Umweltbelastung durch das Auto und den Stromverbrauch des Hauses dramatisch reduziert. Photovoltaik und Elektromobilität – eine Traumkombination.

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