Blackout Test in der E-Mobility-Allee

Was geschieht, wenn die Bewohner einer ganzen Straße gleichzeitig ihre E-Autos aufladen? Im Normalfall würde wohl jeder sagen: Das packen die Stromnetze nicht, dann fliegen die Sicherungen raus. Richtig? Nicht unbedingt. Ein Feldversuch zu dem Thema vom Energieversorger EnBW und seinem Verteilnetzbetreiber NetzeBW hat jetzt gezeigt: Das kann auch gut gehen. 

Schauplatz für den Feldversuch ist seit Mai 2018 die Belchenstraße in Ostfildern-Ruit in der Nähe von Stuttgart. Dort leben zehn Familien, die alle mit einem Elektroauto und einer Wallbox zum Laden ausgestattet worden sind. Das Ziel: Man wollte ein realistisches Bild der Alltagsnutzung von E-Autos und Ladeverhalten schaffen. Gestellt wurden Renault Zoe, BMW i3, VW e-Golf und Tesla Model S. Und bekannt ist: Viele der Hausbesitzer pendeln 30 bis 40 Kilometer zur Arbeit. 

Nun liegen erste Zwischenergebnisse vor, und die zeigen: Die Gleichzeitigkeit des Ladens ist nicht so hoch wie erwartet. Es sollen nie mehr als vier der zehn Fahrzeuge zeitgleich an der Ladestation gewesen sein. Dadurch war auch die Netzbelastung nicht so hoch wie befürchtet. 

Im Frühjahr 2019 soll der Versuch enden. Dann gibt es in der Endauswertung auch Daten über die kalte Jahreszeit.

Quelle Text und Bild): www.edison.handelsblatt.com

 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.